Birdgirl feiert zehnjähriges Bestehen, um die Natur in Deutschland zugänglich zu machen
Während der Name “Birdgirl” Bilder einer Superheldin heraufbeschwören könnte, die durch die Lüfte schwebt, steht er für eine Umweltschützerin im wirklichen Leben, Dr. Mya-Rose Craig. Obwohl ihre Haupttätigkeit im Vereinigten Königreich liegt, finden ihre Bemühungen weltweit Anklang. Seit einem Jahrzehnt setzt sich Dr. Craig mit ihrer Organisation Black2Nature dafür ein, die Kluft zwischen ethnischen Minderheiten und der Natur zu überbrücken. Ihre Arbeit befasst sich mit kritischen gesundheitlichen Ungleichheiten, die auf einem ungleichen Zugang zu Grünflächen beruhen, ein Problem, das sich leider in vielen entwickelten Ländern, einschließlich Deutschland, widerspiegelt. Dieser Artikel untersucht die Auswirkungen ihrer Arbeit und ihre Relevanz für die Förderung von gesundheitlicher Chancengleichheit durch den Zugang zur Natur.
Table of contents
- Birdgirl feiert zehnjähriges Bestehen, um die Natur in Deutschland zugänglich zu machen
- Ein Jahrzehnt der Überbrückung der Natur-Kluft
- Die sich verändernde kulturelle Landschaft und die Bedeutung der Inklusion
- Praktische Auswirkungen und zukünftige Bestrebungen
- Relevanz für Deutschland und darüber hinaus
Ein Jahrzehnt der Überbrückung der Natur-Kluft
Mit nur 23 Jahren hat Dr. Craig, liebevoll “Birdgirl” genannt, bereits eine bemerkenswerte Leistung vollbracht. Vor zehn Jahren, im zarten Alter von 13 Jahren, gründete sie Black2Nature, eine Organisation mit einer einzigen Mission: Kinder und Familien aus sichtbaren ethnischen Minderheiten (VME) mit der Natur in Kontakt zu bringen. Diese Initiative entstand aus Dr. Craigs tiefer Liebe zur Natur und einem ausgeprägten Bewusstsein für die Ungleichheiten beim Zugang zu Grünflächen. Ihre Arbeit unterstreicht die Bedeutung der Natur als eine lebenswichtige Ressource für das geistige und körperliche Wohlbefinden und verdeutlicht, wie ein ungleicher Zugang zu gesundheitlichen Ungleichheiten beiträgt.
Der Ansatz von Black2Nature ist vielfältig und umfasst Camps, Tagesausflüge und Outdoor-Abenteuer, die darauf abzielen, VME-Kinder, Jugendliche und Familien in die Wunder der Natur einzuführen. Viele der Teilnehmer haben noch nie das Landleben kennengelernt, und die Organisation arbeitet aktiv daran, die Wahrnehmung zu beseitigen, dass diese Räume nicht für sie bestimmt sind. Die Wohltätigkeitsorganisation setzt sich auch aktiv für eine größere ethnische Vielfalt innerhalb des Umweltsektors selbst ein und plädiert für einen gleichberechtigten Zugang zu Grünflächen als ein grundlegendes Recht.
Die sich verändernde kulturelle Landschaft und die Bedeutung der Inklusion
Dr. Craig stellt eine deutliche Veränderung in der kulturellen Landschaft fest, seit sie mit ihrer Arbeit begonnen hat. Anfänglich stießen Diskussionen über den Mangel an Vielfalt in Naturräumen auf Widerstand und Unbehagen. Viele waren nicht bereit, die Existenz von Ausgrenzung und Rassismus innerhalb des Umweltsektors anzuerkennen. Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat sich jedoch zunehmend die Erkenntnis durchgesetzt, wie wichtig Inklusion und Vielfalt im Umweltschutz sind. Dieser Wandel ist von entscheidender Bedeutung, da eine wirklich nachhaltige Umwelt die Beteiligung und die Perspektiven aller erfordert.
Die Forschung der Commission for Architecture and the Built Environment (CABE) unterstreicht die Dringlichkeit von Dr. Craigs Arbeit. Ihre Ergebnisse zeigen, dass Menschen aus ethnischen Minderheiten im Durchschnitt elfmal weniger Zugang zu Grünflächen haben als andere in der Gesellschaft. Diese krasse Statistik verdeutlicht ein systemisches Problem, das proaktive Lösungen erfordert, wie sie von Black2Nature befürwortet werden. Die Beseitigung dieser Ungleichheit ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch ein entscheidender Schritt zur Förderung der öffentlichen Gesundheit und des Wohlbefindens für alle.
Praktische Auswirkungen und zukünftige Bestrebungen
Die Auswirkungen von Black2Nature gehen weit über die bloße Bereitstellung von Zugang zu Outdoor-Aktivitäten hinaus. Für Familien wie die von Kumar Sultana, einer einkommensschwachen Mutter aus Bristol mit pakistanischem Hintergrund, hat die Organisation Türen zu Erfahrungen geöffnet, die sonst unzugänglich wären. Frau Sultana betont, dass Camping zum Beispiel kein traditioneller Bestandteil ihrer Kultur ist und finanzielle Zwänge die Möglichkeiten ihrer Familie, sich an solchen Aktivitäten zu beteiligen, weiter einschränken. Black2Nature hat ihren Kindern die Möglichkeit gegeben, sich mit der Natur zu verbinden und etwas über Nachhaltigkeit zu lernen, wodurch ein Gefühl der Verantwortung für die Umwelt gefördert wird.
Mit Blick auf die Zukunft wünscht sich Dr. Craig eine Zukunft, in der sich Umweltorganisationen aktiv mit verschiedenen Gemeinschaften austauschen und in der junge Menschen auf die vielfältigen Karrierewege im Umweltsektor aufmerksam gemacht werden. Sie betont auch die Notwendigkeit einer verbesserten Qualität der Grünflächen in städtischen Gebieten, um die Klassenspaltung zu beseitigen, die oft beim Zugang zu gepflegten Parks und Naturgebieten besteht. Ihre Vision steht im Einklang mit einer breiteren Bewegung hin zu gesünderen, gerechteren und nachhaltigeren Gemeinschaften für alle.
Relevanz für Deutschland und darüber hinaus
Während Black2Nature hauptsächlich im Vereinigten Königreich tätig ist, sind die Probleme, mit denen es sich befasst – ungleicher Zugang zu Grünflächen und die daraus resultierenden gesundheitlichen Ungleichheiten – universell. In Deutschland, wie in vielen anderen entwickelten Ländern, besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status, ethnischer Zugehörigkeit und Zugang zu hochwertigen Grünflächen. Initiativen wie Black2Nature dienen als Vorbild für Organisationen, die sich für die Beseitigung dieser Ungleichheiten in Deutschland und anderswo einsetzen. Indem wir Inklusion und Zugänglichkeit in der Natur fördern, können wir gesündere und lebendigere Gemeinschaften für alle schaffen.
Die zehnjährige Jubiläumskonferenz von Black2Nature an der University of the West of England (UWE), die sich auf Rassengerechtigkeit, Bildung und Karrierewege im Umweltsektor konzentriert, ist eine eindringliche Erinnerung an die laufenden Arbeiten, die erforderlich sind, um eine wirklich gerechte und nachhaltige Zukunft zu schaffen. Dr. Mya-Rose Craigs Engagement und Vision bieten einen Hoffnungsschimmer und inspirieren Einzelpersonen und Organisationen, auf eine Welt hinzuarbeiten, in der jeder die Möglichkeit hat, sich mit der Natur zu verbinden und von ihr zu profitieren.
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